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Entwurf

Wintersemester 2018/19

Annika Bülow
Vanessa Sophie Jansen
Fabian Mackeldey

DAS THEMA

Mobilität ist zu einem selbstverständlichen Bestandteil unseres Alltags geworden. In kürzester Zeit legen wir große Distanzen zurück und überqueren Kontinente. Am Zielort angekommen, benötigen wir für eine kurze Zeitspanne eine Unterkunft – meist ein Hotel. Es ist die erste Schnittstelle am unbekannten Ort.Auf einem Seegrundstück in Konstanz ist ein Hotel zu planen mit dem Ziel, über die bauliche Intervention einen spezifischen Ort zu definieren und sich mit dem Begriff des „temporären Wohnens“ auseinanderzusetzen.

DIE STADT

Die Konzilstadt Konstanz ist mit ca. 85.500 Einwohnern die größte Stadt am Bodensee. Sie bildet ein Oberzentrum innerhalb der Region Hochrhein-Bodensee im Regierungsbezirk Freiburg. Die am oberen Bodenseeteil gelegene Große Kreisstadt Konstanz ist mit der schweizerischen Nachbarstadt Kreuzlingen zusammengewachsen. Die Lage am Obersee, dem Überlinger See und dem Seerhein macht die Stadt zu einem attraktiven Aufenthalts-, Wohn-, Arbeits- und Ferienort.Konstanz ist durch die hochrangigen Bildungseinrichtungen mit der Universität und der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Gestaltung ein beliebter Standort für Studenten. Die Wirtschaft wird im Wesentlichen durch die Bereiche Biotechnologie, Kommunikationstechnik und Solartechnik geprägt. Die Wirtschaftsförderung der Stadt Konstanz engagiert sich, attraktive Standorte weiterauszubauen und junge kreative Unternehmen zu unterstützen. Im Bereich Einzelhandel bildet Konstanz ein wichtiges Zentrum mit einem stark differenzierten Fachhandel in der Innenstadt und guten Einkaufsmöglichkeiten.Über Jahrhunderte war die Lage am See für die wirtschaftliche und kulturelle Entwicklung der Stadt von großer Bedeutung.Heute liegt die Bedeutung viel mehr in ihrer Funktion als Erholungs- oder auch Erlebnisraum, als wichtiger Landschafts- und Kulturraum für die Bewohner wie auch für die Besucher.„Die Touristen lieben Konstanz“ (Zitat Südkurier vom 25.März 2018). Mit ca. einer Million Übernachtungen und einer erheblich größeren Anzahl von Tagesbesuchern spielt der Tourismus gegenwärtig eine große wirtschaftliche Rolle in Konstanz.

DER ORT / DIE AUFGABE

Im Rahmen des Entwurfs soll die Fläche von der Schänzlebrücke im Westen bis zum Bodenseeforum im Osten bearbeitet werden.Das Entwurfsgrundstück befindet sich am südwestlichsten Rand von Petershausen, dem bevölkerungsreichsten Stadtteil von Konstanz, in unmittelbarer Nähe zur Schänzlebrücke (Neue Rheinbrücke) und mit direkter Anbindung an den Seerhein. Diese 1980 eröffnete und erst 2007 in Betrieb genommene Brücke überspannt den Seerhein und schafft die Anbindung an die Schweizer Grenze. Sie ermöglicht der B33 eine Umgehung der Konstanzer Altstadt und ist entsprechend stark frequentiert. Brücke und Rheinufer markieren die westliche und südliche Grundstücksbegrenzung. Im Osten, in direkter Nachbarschaft, befindet sich das Bodenseeforum Konstanz. Dieser 2016 von den Architekten Krehl und Girke fertiggestellte Umbau beherbergt die Industrie – und Handelskammer Hochrhein-Bodensee. Die Reichenaustraße bildet den nördlichen Abschluss. Über sie soll der zukünftige Hotelneubau erschlossen werden.Das Entwurfsgrundstück ist im Moment unbearbeitet und bietet wegen seiner unmittelbaren Nähe zur Altstadt, zum Stadtteil Petershausen und zum Seerhein interessante Ansatzpunkte zur Verknüpfung der Stadt mit dem Wasser.Zudem hat diese Stelle als „Stadtpanorama“ gerade auch von der Ansicht vom Fluss aus bzw. vom Südufer aus eine große identifikatorische Bedeutung für die Stadt.

Die Aufgabe besteht in der Entwurfsplanung für ein Tagungshotel mit Wellnessbereich mit ca. 140 Zimmern der 4-Sterne-Superior-Kategorie. Durch den Hotelneubau soll dieser Bereich zu einem interessanten Raum der Stadt und der Uferlandschaft umgestaltet werden und der Flussraum als wichtiger Bestandteil des Ortes erlebbar gemacht werden

Lena Decker